Montag, 29. September 2014

Schräg, schräger, Shantys

Freitagabend im Landschaftsforum. Maritime Atmosphäre, blaues Licht und blaue Schwestern.

Le Sorelle Blu, Foto: Reinhard Former
Nach den Gezeitenkonzerten und einer langen Sommerpause gab es am Freitagabend im Landschaftsforum endlich wieder ein Konzert. Und was für eins. Auf dem Programm standen Shantys. Shantys? So wie Seemannslieder mit Quetschkommode und Jan und Hein und Klaas und Pit? Nicht ganz! Le Sorelle Blu (bitte die italienische Aussprache mit allem, was da steht und das R rollen) haben ihren ganz eigenen Stil entwickelt, altes Seemannsgarn anzubieten.

Es ging hoch her in unserer kuscheligen Wohnzimmeratmosphäre mit der Bestuhlung an Tischen, Kerzen und maritimer Deko in blau. Wie hieß es doch so schön in der Begrüßung von Dirk Lübben: "Das einzige Wohnzimmer mit einem Tresor." In ebenso blaues Licht getaucht waren auch die drei jungen Damen auf der Bühne. Klänge von Saxofon, Trompete und Percussion stimmten ein auf eine Fahrt ins Ungewisse. Groovige Töne. Dann eine seltsam vertraute Melodie: Nächte der Südsee. Ihr geht mir doch nie aus dem Sinn. Seemannslieder also!

Mittwoch, 17. September 2014

Le Sorelle Blu gehen in Aurich und Bunderhee vor Anker

Trio bringt im Landschaftsforum und Steinhaus Bunderhee maritime Perlen auf die Bühne

Le Sorelle Blu, Foto: Manuel Miethe
Wo Winde wehen und Schiffe gehen, wo Herz sich noch auf Schmerz reimt – da könnte man seichte Gewässer vermuten. Doch genau hier geht „Le Sorelle Blu“ vor Anker und kapert für die Bühne längst verloren geglaubtes Treibgut: wohlbekannte maritime Perlen wie „De Hamborger Veermaster“ ebenso wie weniger bekannte Seemannslieder, Schlager und Shantys aus aller Welt. Am Freitag, 26. September, gastiert das Trio um 20:00 Uhr im Forum der Ostfriesischen Landschaft; am Sonnabend, 27. September, 20:00 Uhr, bringen die Musikerinnen ihr Repertoire im Steinhaus Bunderhee zu Gehör.

In ihrer Berliner Werkstatt befreien die drei blauen Schwestern ihre Fundstücke radikal und feinfühlig von Tang, Algen, Seemannsgarn und kombinieren ihre Schätze mit Jazz, Humor, Punkrock, Ironie, Neuer Musik, Respekt, Anarchie, Mädchenchören, Phantasie, experimentellem Musiktheater – kurzum: mit einer beglückenden Portion Musikalität. So entsteht ein außergewöhnliches Konzertprogramm. Eine erfrischend intelligente und virtuos musizierte, wildromantische Kaperfahrt quer über die Weltmeere, auf der man allen großen Themen begegnet: Sehnsucht, Sturm, Liebe, Männer, Mütter und natürlich auch das Meer.