Dienstag, 30. Oktober 2012

Der 555. Geburtstag der Rysumer Orgel ist ein willkommener Anlass, um Wissenschaftler und Organisten zum Thema der Orgeln in Ostfriesland und besonders zu dem gotischen Instrument in der Kirche zu Rysum sprechen zu lassen. In Kooperation mit der Ev.-ref. Kirchengemeinde Rysum lädt die Ostfriesische Landschaft Sie herzlich zu einem Studientag mit interessanten Hintergründen und Informationen ein.

Wir würden uns freuen, Sie im Landschaftsforum begrüßen zu dürfen und bitten bei Teilnahme um rechtzeitige Kartenreservierung.
 
Geschichtlicher Studientag

im Forum der Ostfriesischen Landschaft

Georgswall 1-5
26603 Aurich

Sonnabend, 10. November,
10.00 Uhr - 16.30 Uhr

„In dusser tyt“ –

555 Jahre gotische Orgel Rysum

Foto: Matthias Süßen

Die Anschaffung einer wirtschaftlichen und kulturellen Kostbarkeit in den Umbrüchen Frieslands im 15. Jahrhundert

Mit einem Ausblick in die reformatorische Anschlussgeschichte

Eine Orgel war im 15. Jahrhundert kein notwendiger Ausstattungsgegenstand einer Kirche. Ihre Herstellung bedeutete dagegen aber eine kulturelle, logistische und handwerkliche Herausforderung.

Ihre Bedeutung soll daher im Rahmen der allgemeinen Kultur-, Wirtschafts- und politischen Geschichte Frieslands verstanden werden.

Dabei wird die Orgel zum Zeichen eines geschichtlichen Umbruchs.

Vorträge:

Dr. Holger Balder:

Die gotische Orgel im Ensemble der Rysumer Kirche

Dr. Hajo van Lengen:

Wann wurde die Rysumer Orgel gebaut?

Literarische Datierung der Orgel mit Einordnung in die politische Zeitgeschichte des 15. Jahrhunderts.

LKMD Winfried Dahlke:

Altersbestimmung der Rysumer Orgel über die Inskriptionen der Orgelpfeifen.

- Diskussion und Kaffeepause

Prof. Dr. Rudolf Holbach:

"Deshalb liegt das ganze Vermögen der Friesen im Vieh".

Zur wirtschaftlichen Situation Frieslands im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit

- Diskussion und Mittagsimbiss

Dr. C.P.J. van der Ploeg:

Die Orgel in der spätmittelalterlichen Kirchenausstattung.

Matthias Bley:

Devotio Moderna als Vorläufer der Reformation in Rysum und Ostfriesland im 15. Jahrhundert

- Diskussion und Kaffeepause

Dr. Jan R. Luth:

Eine gotische Orgel in einer reformierten Kirche?

Der Stellenwert der Musik im reformierten Protestantismus

- Schlussdiskussion

Teilnehmerbeitrag incl. Kaffee und Imbiss: 20.00 Euro

Veranstalter: Ostfriesische Landschaft in Zusammenarbeit mit der Ev.-ref. Kirchengemeinde Rysum

Veranstaltungsort: Aurich, Ostfriesische Landschaft

Kartenwünsche für diese Veranstaltung können Sie per Email an schoon@ostfriesischelandschaft.derichten;

telefonisch unter 04941 179976 bestellen und online kaufen unter Reservix Kartenbestellung.


Montag, 15. Oktober 2012

Schöne Presse zum Violinwettbewerb



Ostfriesische Kurier, 12.10.2012


Ostfriesische Nachrichten, 12.10.2012

Emder Zeitung, 13.10.2012

Ostfriesen Zeitung, 13.10.2012

Sonntagsblatt, 14.10.2012


Samstag, 13. Oktober 2012

And the winner is: Alexandra Conunova-Dumortier und Dami Kim

Wie versprochen, haben wir natürlich den Ausgang des diesjährigen Joseph Joachim Violinwettbewerbs verfolgt. Erstmalig in der Geschichte des höchst-dotierten internationalen Violinwettbewerbs der Stiftung Niedersachsen gab es gleich zwei Gewinner: die Moldawierin mit dem schönen Namen Alexandra Conunova-Dumortier und die Koreanerin Dami Kim, die sich gestern Abend im Funkhaus Hannover gegen die Konkurrenz durchgesetzt haben. „The winners are …“ war demzufolge noch nicht vorgesehen! Respektabler Dritter wurde Tobias Feldmann, der einzige deutsche Teilnehmer im Wettbewerb. Weitere Informationen gibt es auch in der Hannoverschen Allgemeinen vom 12. Oktober 2012. 

Alexandra Conunova-Dumortier (*1988 in Kishinev/Moldawien) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Von 2006 bis 2010 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Prof. Petru Munteanu. Derzeit wird die Geigerin von Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unterrichtet. Ergänzend zum Studium nahm sie an Meisterkursen teil, beispielsweise bei Prof. Igor Oistrach, Prof. Igor Ozim und Baiba Skride.

Dami Kim, 22, aus Korea begann im Alter von fünf Jahren  mit dem Violinspiel. Sie trat 2002 dem Curtis Institut für Musik bei und studierte bei Aaron Rosand und erhielt 2007 ihr Diplom. 2010 erlangte sie den Bachelorabschluss am New England Konservatorium, wo sie im Jahr zuvor den Concerto Wettbewerb gewann und mit dem NEC Symphonieorchester auftrat. Derzeit studiert sie dort bei Miriam Fried und bereitet ihren Magisterabschluss vor.


Die Gewinnerin der Herzen des Auricher Publikums stand bereits am Mittwochabend fest. Uns hat Ju-Ni Lee mit ihrer Klavierpartnerin Mana Oguchi schwer begeistert. Leider hat sie es nur ins Semifinale geschafft: Immerhin, denn die Konkurrenz war groß! Nett fand ich, dass Alexandra über Facebook die Konzerte der Mitbewerber verfolgt hat. Da sie Fan der Gezeitenkonzerte ist, hatte sie dort gelesen, dass Ju-Ni Lee bei uns im Landschaftsforum auf ein großes Echo gestoßen ist.

Heute Abend werden beim Galakonzert der Preisträger noch der Kritiker- und der Publikumspreis bekannt gegeben. Zu verfolgen ist auch das über den Livestream auf der Homepage des jjv. Bis zum 4. Oktober verfolgten bereits 20.000 Besucher dieses Livestream-Angebot, ein neuer Rekord. Interessiert hätten mich da natürlich auch die Zahlen von gestern.

Freitag, 12. Oktober 2012

!WOW!

Vorgestern haben wir vom Team des Landschaftsforums und das überzeugte Publikum ein "Virtuoses Feuerwerk aus der Wundertüte", wie Werner Jürgens im Ostfriesischen Kurier treffend formuliert hat, erlebt!



Die zwei bescheidenen jungen Frauen Ju-Ni Lee und Mana Oguchi sind am Nachmittag mit ihrer netten Künstlerbetreuerin Juliane Gaube angereist und haben keine Zeit verloren: Bis kurz vor dem Einlass haben die beiden sich an ihren Instrumenten - der Violine und dem Piano - warm gemacht und langsam füllte sich das Forum mit Lampenfieber und Vorfreude.
Als dann die Konzertbesucher eintrudelten und Dr. Walter Schulz als Senator der Stiftung Niedersachen, die einleitenden Worte sprach, noch schnell die frisch gedruckten Programme verteilt wurden und wir nur noch Daumen drücken konnten, haben Ju-Ni und Mana ein Auftritt hingelegt, den mindestens eine Dame aus dem Publikum zu Tränen rührte. Jeder Ton war mit Perfektion und Leidenschaft gespielt und die Schweizerin mit koreanischen Wurzeln, genannt "Anne-Sophie Mutter des Ostens" Ju-Ni Lee war perfekt abgestimmt mit der Pianistin Mana Oguchi.

Aber warum waren die beiden gänsehautverursachenden Künstlerinnen hier? Ju-Ni ist eine der besten 14 Violinisten, die im Rahmen des Joseph-Joachim Violinwettbewerbs der Stiftung Niedersachsen gewählt wurden. Als Partner der Stiftung hat die Ostfriesische Landschaft zeitgleich mit sieben weiteren Einrichtungen die Künstler der Plätze 14-7 vorgestellt.

"Unsere" Ju-Ni hat es also leider nicht unter die sechs Besten des hochdotierten Wettbewerbs geschafft, aber für das Publikum war sie die unbestrittene Nummer 1!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Die Katze ist aus dem Sack

Nun wissen wir endlich, wer morgen Abend beim „Zu Gast in Niedersachsen-Konzert“ im Rahmen des Internationalen Joseph Joachim-Violinwettbewerbs zu uns nach Aurich kommt. Es ist die junge Violinistin Ju-Ni Lee, die von Mana Oguchi am Klavier begleitet wird.

Ju-Ni Lee


Ju-Ni Lee ist Schweizerin mit koreanischer Abstammung und wurde in Wuppertal, Deutschland geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren begann sie bei Prof. Lukas David in Detmold zu studieren, und mit sieben Jahren wurde sie die jüngste Schülerin von Maestro Tibor Varga an der Ecole Supérieure von Sion, Schweiz. Weitere Studien in Italien und Paris folgten, wo sie 2009 ihr Studium mit „Diplôme de formation supérieure avec Mention Très Bien à l’Unanimité“ abgeschlossen hat. Seit 2010 studiert sie an der „Hochschule für Musik, Theater und Medien“ in Hannover bei Prof. Krzysztof Wegrzyn. Ju-Ni Lee ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe und nun einen entscheidenden Schritt weiter beim Joseph Joachim Violinwettbewerb. Im Juni 2004 wurde sie von Musikkritikern bei einem Solo-Konzert in Cremona, Italien, wegen ihres musikalischen Talents als „Anne Sophie Mutter des Ostens“ gepriesen. 2011 hat Ju-Ni Lee den „Migros-Kulturprozent“ Wettbewerb gewonnen und ist somit für dieses Jahr Stipendiatin des „Migros-Kulturprozent“.

Mana Oguchi
Mana Oguchi wurde 1984 in Sapporo, Japan, geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von drei Jahren. 2007 schloss sie ihr Studium an der "Staatlichen Hochschule für bildende Künste und Musik" in Tokio als Jahrgangsbeste ab. Seit dem Wintersemester 2007 studiert sie Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und schloss den Studiengang "Künstlerische Ausbildung" 2009 erfolgreich ab. Zurzeit setzt sie ihre Studien im Fach "Kammermusik für Klavier" bei Prof. Markus Becker fort.



Auf dem Programm stehen vor der Pause Beethovens Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 12 Nr. 2, Ysaÿes Sonate für Violine solo in G-Dur op. 27 Nr. 5 und Sarasates Caprice basque op. 24. Danach geht es weiter mit Brahms Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 op. 108 und endet mit Wieniawskis Première polonaise de concert D-Dur op. 4 – ein bunt gemischtes Programm, das sicherlich einen guten Eindruck über das Können der Künstlerin vermittelt.

Für diejenigen, die genauso wenig wie ich je vom „Migros-Kulturprozent“ gehört haben, kommt hier die Erleuchtung: Der schweizerische Migros-Genossenschafts-Bund unterstützt im Rahmen seiner Nachwuchsförderung begabte Musikerinnen und Musiker finanziell und vermittelt ihnen darüber hinaus auch Auftrittsmöglichkeiten.

Das Konzert im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich beginnt um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr). Es gibt noch Karten an der Abendkasse. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!