Mittwoch, 12. Dezember 2012

Lukas Kromminga ist Gewinner des Schülerpreises 2012

Lukas Kromminga und Dr. Rolf Bärenfänger
bei der Verleihung des Schülerpreises 2012
Wie bereits gepostet, wurde in der letzten Woche zum dritten Mal der Schülerpreis für ostfriesische Kultur und Geschichte im Landschaftsforum vergeben. Die siebenköpfige Jury hatte über zwölf Beiträge zu befinden und vergab den ersten Preis an Lukas Kromminga für dessen Arbeit „Gab es Euthanasie während der nationalsozialistischen Zeit auch in Ostfriesland?“ Der 18-Jährige ist Schüler des 12. Jahrgangs der IGS West in Aurich und kommt aus Strackholt. 

Persönlich freue ich mich über jeden Jugendlichen, der sich Gedanken darüber macht, was in der Zeit des Dritten Reiches in Ostfriesland passiert ist, zumal die Zeitzeugen langsam aber sicher wegfallen oder sich ganz aktuell wie der Wahl-Ostfriese Otto Uthgenannt als Schwindler enttarnen lassen. Irgendwie hat man ja immer die leise Hoffnung, das beschauliche Ostfriesland ist so weit weg von allem, dass es hier nicht so schlimm gewesen sein kann. Euthanasie in Ostfriesland – gab es die wirklich? 

Lukas Krommingas Oma hatte ihm von Geschwistern des leider schon verstorbenen Opas erzählt, die bereits im Kindesalter aufgrund einer Behinderung umgebracht wurden. Das hat den jungen Mann dazu veranlasst, sich genauer mit dem Thema Euthanasie in Ostfriesland auseinander zu setzen. Die Facharbeit ist auf der Homepage der Ostfriesischen Landschaft nachzulesen. 

Übergeben wurden Urkunde und Preisgeld in Höhe von 500 Euro vom Juryvorsitzenden Dr. Rolf Bärenfänger von der Ostfriesischen Landschaft. Das Urteil fiel übrigens einstimmig aus. 

Viel Lob und Anerkennung gab aber auch die anderen Beiträge. Jury-Mitglied Dr. Paul Weßels von der Landschaftsbibliothek sagte in seiner Laudatio dass, allein die unterschiedliche Themenwahl zeige, „wie vorbildlich eng in diesem Arbeiten die Aspekte Strukturentwicklung und lokale und regionale Geschichte miteinander verknüpft wurde". Weitere Beiträge kamen vom Ulrichsgymnasium Norden (insgesamt fünf aus dem Kurs „Geoökologie und Raumgeschichte Ostfrieslands“), und drei Arbeiten setzen sich mit der ostfriesischen Sprach- und Volkskultur auseinander. Eine weitere ergab sich aus einer Befragung verschiedener ostfriesischer Verlage zur Zukunft der niederdeutschen Literatur im 21. Jahrhundert. Ein wenig aus dem Rahmen fiel die Arbeit von Tina Henkel, die unter dem Motto "Something to spray" Schablonenkunst im öffentlichen Raum betrachtete.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Bauern und die Macht im Dorf – Vortrag im Landschaftsforum

Dr. des. Jessica Cronshagen (Oldenburg)
Am kommenden Montagabend (10. Dezember) um 19:30 Uhr laden Landschaftsbibliothek und Staatsarchiv zum Vortrag „Bauern und die Macht im Dorf. Die friesischen Hausleute als ländliche Elite der Frühen Neuzeit“ von Dr. des. Jessica Cronshagen zu uns ins Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft ein. Der Eintritt kostet 4,00 Euro. 

 
In der Einladung von Bibliothek und Staatsarchiv heißt es:
„Die ländliche Welt der frühen Neuzeit interessiert uns heute als eine vielschichtige, farbenfrohe, mobile und nicht zuletzt regional sehr eigenartige Welt. Das überkommene, starre Bild der hierarchisch gegliederten Ständegesellschaft ist dagegen durch die Wissenschaft längst revidiert. Ein Blick auf die Marschengebiete an der Nordsee zeigt, dass sich großbäuerliche, selbstbewusste „Hausleute“ das Land mit von ihnen abhängigen kleinbäuerlichen Warfsleuten und Landarbeitern teilten. Eine Abhängigkeit vom Adel kannten die Hausmänner nicht und ein entweder schwacher oder weit entfernter Fürst spielte im Alltag ebenfalls kaum eine Rolle. Selbstbewusst und auf Distinktion bedacht, lebte und inszenierte sich der friesische Hausmann als der Herr im Dorf. Das Fürstentum Ostfriesland war in der Marsch im besonderen Maße von diesen Hausleuten geprägt. Die großen Höfe der Polder spiegelten die großbäuerliche Struktur des Landes, die sich im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts weiter verfestigte: Obgleich eine Minderheit auf dem Land, so war die Herrschaft dieser Großbauern über die kleinen Leute des Dorfes doch zumindest auf der Marsch nahezu unbestritten.
In dem Vortrag sollen die Hausleute auf ihrem Weg zur Elite der Marsch begleitet werden: Wer waren und woher kamen sie? Warum blieb ihre Macht auch jenseits feudaler oder politischer Legitimation praktisch unangefochten? Und warum war es so wichtig, Macht und Reichtum derartig offensiv zu repräsentieren, dass ihre Kultur die der Nordseemarschen bis heute bestimmt?“ 


Jessica Cronshagen hat 2010 an der Uni Oldenburg ihre Dissertation zum Thema „Das Selbstverständnis von Großbauern im niederländisch-deutschen Grenzbereich am Beispiel der Gebiete Ostfriesland, Jever und der Oldenburger Marsch im 18. Jahrhundert“ am Institut für Geschichte, Abt. Geschichte der Frühen Neuzeit, abgeschlossen. Zurzeit hält sie dort Vorlesungen an der Fakultät für Human- und Geisteswissenschaften.

Dienstag, 27. November 2012

Schülerpreis im Forum

Am 05.12.2012 wird der „Schülerpreis für ostfriesische Kultur und Geschichte" im Landschaftsforum in Aurich verliehen. Wir freuen uns auf diese spannende Veranstaltung mit Themen, die nachdenklich machen und uns nicht vergessen lassen sollen, was auch zu der Vergangenheit Ostfrieslands gehört! Der Schülerpreis wird in diesem Jahr von der Ostfriesischen Landschaft in Verbindung mit dem Staatsarchiv Aurich bereits zum dritten Mal vergeben und ist mit 500 € dotiert. 

In den Schulen werden Themen rund um Geschichte und Kultur regelmäßig im Unterricht behandelt. Der Schülerpreis soll einen zusätzlichen Anreiz bieten, sich intensiver mit der Entwicklung des Kulturraumes Ostfriesland auseinanderzusetzen. Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten aus den Fächern Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Politik oder Religion, die entweder von einer Lehrkraft empfohlen oder mit der Note "gut" bewertet worden sind. Die ausgezeichneten Beiträge werden im Anschluss an die Preisverleihung auf der Homepage der Ostfriesischen Landschaft eingestellt. 

Im letzten Jahr wurde eine Preisträgerin, die sich zu dieser Zeit in Übersee aufhielt, per Livestream zugeschaltet. Mal schauen, was uns die diesjährige Verleihung an Überraschung bereit hält! 

Die Jury unter dem Vorsitz von Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger ist besetzt mit zwei weiteren Wissenschaftlern der Ostfriesischen Landschaft, dem Leiter des Staatsarchivs Aurich und drei vom Wissenschaftsausschuss der Landschaft zu bestimmenden Pädagogen aus Ostfriesland. 

Gegen 17:00 Uhr beginnt die Verleihung der Preise für Arbeiten zu folgenden Themenschwerpunkten: 

- Geoökologie und Raumgeschichte

- NS-Zeit (Euthanasie) 

- Volkskultur (Plattdeutsch / Boßeln, Teekultur) 

- Ausreißerthema: Schablonenkunst

Mittwoch, 14. November 2012

Erfolgreicher Studientag in der Landschaft

Am letzten Samstag wurde anlässlich des Jubiläums der Orgel in Rysum ein informativer und unterhaltsamer Vortrag abgehalten. Vielen Dank an die Referenten und Besucher!

Ostfriesische Nachrichten vom 12.11.2012

Ostfriesen zeitung vom 12.11.2012

Dienstag, 30. Oktober 2012

Der 555. Geburtstag der Rysumer Orgel ist ein willkommener Anlass, um Wissenschaftler und Organisten zum Thema der Orgeln in Ostfriesland und besonders zu dem gotischen Instrument in der Kirche zu Rysum sprechen zu lassen. In Kooperation mit der Ev.-ref. Kirchengemeinde Rysum lädt die Ostfriesische Landschaft Sie herzlich zu einem Studientag mit interessanten Hintergründen und Informationen ein.

Wir würden uns freuen, Sie im Landschaftsforum begrüßen zu dürfen und bitten bei Teilnahme um rechtzeitige Kartenreservierung.
 
Geschichtlicher Studientag

im Forum der Ostfriesischen Landschaft

Georgswall 1-5
26603 Aurich

Sonnabend, 10. November,
10.00 Uhr - 16.30 Uhr

„In dusser tyt“ –

555 Jahre gotische Orgel Rysum

Foto: Matthias Süßen

Die Anschaffung einer wirtschaftlichen und kulturellen Kostbarkeit in den Umbrüchen Frieslands im 15. Jahrhundert

Mit einem Ausblick in die reformatorische Anschlussgeschichte

Eine Orgel war im 15. Jahrhundert kein notwendiger Ausstattungsgegenstand einer Kirche. Ihre Herstellung bedeutete dagegen aber eine kulturelle, logistische und handwerkliche Herausforderung.

Ihre Bedeutung soll daher im Rahmen der allgemeinen Kultur-, Wirtschafts- und politischen Geschichte Frieslands verstanden werden.

Dabei wird die Orgel zum Zeichen eines geschichtlichen Umbruchs.

Vorträge:

Dr. Holger Balder:

Die gotische Orgel im Ensemble der Rysumer Kirche

Dr. Hajo van Lengen:

Wann wurde die Rysumer Orgel gebaut?

Literarische Datierung der Orgel mit Einordnung in die politische Zeitgeschichte des 15. Jahrhunderts.

LKMD Winfried Dahlke:

Altersbestimmung der Rysumer Orgel über die Inskriptionen der Orgelpfeifen.

- Diskussion und Kaffeepause

Prof. Dr. Rudolf Holbach:

"Deshalb liegt das ganze Vermögen der Friesen im Vieh".

Zur wirtschaftlichen Situation Frieslands im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit

- Diskussion und Mittagsimbiss

Dr. C.P.J. van der Ploeg:

Die Orgel in der spätmittelalterlichen Kirchenausstattung.

Matthias Bley:

Devotio Moderna als Vorläufer der Reformation in Rysum und Ostfriesland im 15. Jahrhundert

- Diskussion und Kaffeepause

Dr. Jan R. Luth:

Eine gotische Orgel in einer reformierten Kirche?

Der Stellenwert der Musik im reformierten Protestantismus

- Schlussdiskussion

Teilnehmerbeitrag incl. Kaffee und Imbiss: 20.00 Euro

Veranstalter: Ostfriesische Landschaft in Zusammenarbeit mit der Ev.-ref. Kirchengemeinde Rysum

Veranstaltungsort: Aurich, Ostfriesische Landschaft

Kartenwünsche für diese Veranstaltung können Sie per Email an schoon@ostfriesischelandschaft.derichten;

telefonisch unter 04941 179976 bestellen und online kaufen unter Reservix Kartenbestellung.


Montag, 15. Oktober 2012

Schöne Presse zum Violinwettbewerb



Ostfriesische Kurier, 12.10.2012


Ostfriesische Nachrichten, 12.10.2012

Emder Zeitung, 13.10.2012

Ostfriesen Zeitung, 13.10.2012

Sonntagsblatt, 14.10.2012


Samstag, 13. Oktober 2012

And the winner is: Alexandra Conunova-Dumortier und Dami Kim

Wie versprochen, haben wir natürlich den Ausgang des diesjährigen Joseph Joachim Violinwettbewerbs verfolgt. Erstmalig in der Geschichte des höchst-dotierten internationalen Violinwettbewerbs der Stiftung Niedersachsen gab es gleich zwei Gewinner: die Moldawierin mit dem schönen Namen Alexandra Conunova-Dumortier und die Koreanerin Dami Kim, die sich gestern Abend im Funkhaus Hannover gegen die Konkurrenz durchgesetzt haben. „The winners are …“ war demzufolge noch nicht vorgesehen! Respektabler Dritter wurde Tobias Feldmann, der einzige deutsche Teilnehmer im Wettbewerb. Weitere Informationen gibt es auch in der Hannoverschen Allgemeinen vom 12. Oktober 2012. 

Alexandra Conunova-Dumortier (*1988 in Kishinev/Moldawien) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Von 2006 bis 2010 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Prof. Petru Munteanu. Derzeit wird die Geigerin von Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unterrichtet. Ergänzend zum Studium nahm sie an Meisterkursen teil, beispielsweise bei Prof. Igor Oistrach, Prof. Igor Ozim und Baiba Skride.

Dami Kim, 22, aus Korea begann im Alter von fünf Jahren  mit dem Violinspiel. Sie trat 2002 dem Curtis Institut für Musik bei und studierte bei Aaron Rosand und erhielt 2007 ihr Diplom. 2010 erlangte sie den Bachelorabschluss am New England Konservatorium, wo sie im Jahr zuvor den Concerto Wettbewerb gewann und mit dem NEC Symphonieorchester auftrat. Derzeit studiert sie dort bei Miriam Fried und bereitet ihren Magisterabschluss vor.


Die Gewinnerin der Herzen des Auricher Publikums stand bereits am Mittwochabend fest. Uns hat Ju-Ni Lee mit ihrer Klavierpartnerin Mana Oguchi schwer begeistert. Leider hat sie es nur ins Semifinale geschafft: Immerhin, denn die Konkurrenz war groß! Nett fand ich, dass Alexandra über Facebook die Konzerte der Mitbewerber verfolgt hat. Da sie Fan der Gezeitenkonzerte ist, hatte sie dort gelesen, dass Ju-Ni Lee bei uns im Landschaftsforum auf ein großes Echo gestoßen ist.

Heute Abend werden beim Galakonzert der Preisträger noch der Kritiker- und der Publikumspreis bekannt gegeben. Zu verfolgen ist auch das über den Livestream auf der Homepage des jjv. Bis zum 4. Oktober verfolgten bereits 20.000 Besucher dieses Livestream-Angebot, ein neuer Rekord. Interessiert hätten mich da natürlich auch die Zahlen von gestern.

Freitag, 12. Oktober 2012

!WOW!

Vorgestern haben wir vom Team des Landschaftsforums und das überzeugte Publikum ein "Virtuoses Feuerwerk aus der Wundertüte", wie Werner Jürgens im Ostfriesischen Kurier treffend formuliert hat, erlebt!



Die zwei bescheidenen jungen Frauen Ju-Ni Lee und Mana Oguchi sind am Nachmittag mit ihrer netten Künstlerbetreuerin Juliane Gaube angereist und haben keine Zeit verloren: Bis kurz vor dem Einlass haben die beiden sich an ihren Instrumenten - der Violine und dem Piano - warm gemacht und langsam füllte sich das Forum mit Lampenfieber und Vorfreude.
Als dann die Konzertbesucher eintrudelten und Dr. Walter Schulz als Senator der Stiftung Niedersachen, die einleitenden Worte sprach, noch schnell die frisch gedruckten Programme verteilt wurden und wir nur noch Daumen drücken konnten, haben Ju-Ni und Mana ein Auftritt hingelegt, den mindestens eine Dame aus dem Publikum zu Tränen rührte. Jeder Ton war mit Perfektion und Leidenschaft gespielt und die Schweizerin mit koreanischen Wurzeln, genannt "Anne-Sophie Mutter des Ostens" Ju-Ni Lee war perfekt abgestimmt mit der Pianistin Mana Oguchi.

Aber warum waren die beiden gänsehautverursachenden Künstlerinnen hier? Ju-Ni ist eine der besten 14 Violinisten, die im Rahmen des Joseph-Joachim Violinwettbewerbs der Stiftung Niedersachsen gewählt wurden. Als Partner der Stiftung hat die Ostfriesische Landschaft zeitgleich mit sieben weiteren Einrichtungen die Künstler der Plätze 14-7 vorgestellt.

"Unsere" Ju-Ni hat es also leider nicht unter die sechs Besten des hochdotierten Wettbewerbs geschafft, aber für das Publikum war sie die unbestrittene Nummer 1!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Die Katze ist aus dem Sack

Nun wissen wir endlich, wer morgen Abend beim „Zu Gast in Niedersachsen-Konzert“ im Rahmen des Internationalen Joseph Joachim-Violinwettbewerbs zu uns nach Aurich kommt. Es ist die junge Violinistin Ju-Ni Lee, die von Mana Oguchi am Klavier begleitet wird.

Ju-Ni Lee


Ju-Ni Lee ist Schweizerin mit koreanischer Abstammung und wurde in Wuppertal, Deutschland geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren begann sie bei Prof. Lukas David in Detmold zu studieren, und mit sieben Jahren wurde sie die jüngste Schülerin von Maestro Tibor Varga an der Ecole Supérieure von Sion, Schweiz. Weitere Studien in Italien und Paris folgten, wo sie 2009 ihr Studium mit „Diplôme de formation supérieure avec Mention Très Bien à l’Unanimité“ abgeschlossen hat. Seit 2010 studiert sie an der „Hochschule für Musik, Theater und Medien“ in Hannover bei Prof. Krzysztof Wegrzyn. Ju-Ni Lee ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe und nun einen entscheidenden Schritt weiter beim Joseph Joachim Violinwettbewerb. Im Juni 2004 wurde sie von Musikkritikern bei einem Solo-Konzert in Cremona, Italien, wegen ihres musikalischen Talents als „Anne Sophie Mutter des Ostens“ gepriesen. 2011 hat Ju-Ni Lee den „Migros-Kulturprozent“ Wettbewerb gewonnen und ist somit für dieses Jahr Stipendiatin des „Migros-Kulturprozent“.

Mana Oguchi
Mana Oguchi wurde 1984 in Sapporo, Japan, geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von drei Jahren. 2007 schloss sie ihr Studium an der "Staatlichen Hochschule für bildende Künste und Musik" in Tokio als Jahrgangsbeste ab. Seit dem Wintersemester 2007 studiert sie Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und schloss den Studiengang "Künstlerische Ausbildung" 2009 erfolgreich ab. Zurzeit setzt sie ihre Studien im Fach "Kammermusik für Klavier" bei Prof. Markus Becker fort.



Auf dem Programm stehen vor der Pause Beethovens Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 12 Nr. 2, Ysaÿes Sonate für Violine solo in G-Dur op. 27 Nr. 5 und Sarasates Caprice basque op. 24. Danach geht es weiter mit Brahms Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 op. 108 und endet mit Wieniawskis Première polonaise de concert D-Dur op. 4 – ein bunt gemischtes Programm, das sicherlich einen guten Eindruck über das Können der Künstlerin vermittelt.

Für diejenigen, die genauso wenig wie ich je vom „Migros-Kulturprozent“ gehört haben, kommt hier die Erleuchtung: Der schweizerische Migros-Genossenschafts-Bund unterstützt im Rahmen seiner Nachwuchsförderung begabte Musikerinnen und Musiker finanziell und vermittelt ihnen darüber hinaus auch Auftrittsmöglichkeiten.

Das Konzert im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich beginnt um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr). Es gibt noch Karten an der Abendkasse. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mittwoch, 26. September 2012

Steinhaus Bunderhee | Lesekonzert: Schatten über Sanssouci

Oliver Buslau: Schatten über Sanssouci
Am Sonntag, den 30. September liest Oliver Buslau um 17:00 Uhr im Kaminzimmer des Steinhauses Bunderhee aus seinem historischen Kriminalroman „Schatten über Sanssouci“. Musikalisch wird er dabei von Hajo Wienroth (Traversflöte) und Ute Schildt (Laute) begleitet.

Potsdam unter der Herrschaft Friedrichs des Großen: Die Farben der preußischen Uniformen prägen das Stadtbild, in den schnurgeraden Straßen der Residenz herrscht militärische Strenge. Doch auf dem Hügel vor der Stadt pflegt der kunstbeflissene König im neuen Schloss Sanssouci die schönen Künste: Abend für Abend spielt er Flötenkonzerte, er diskutiert mit Philosophen. Im Mai 1748 glaubt der königlich-preußische Kammermusiker und Flötenlehrer Johann Joachim Quantz in der Nähe des Monarchen sein Glück gefunden zu haben. Doch unvermittelt schleichen sich Schatten in die glanzvolle Idylle - und ein Kriminalfall nimmt seinen Lauf ... .

Wie es weitergeht, erzählt Ihnen der aus dem Rheinland stammende Autor Oliver Buslau, unter anderem bekannt für seinen Bach-Thriller „Die fünfte Passion“ und die Kriminalreihe um den Ermittler Remigius Rott, im Steinhaus. Zum 300. Geburtstag Friedrich des Großen legte er seinen ersten historischen Kriminalroman vor. Detailliert und mit großer Kenntnis der historischen Gegebenheiten entführt er seine Leserschaar in die „Prachträume des Königs, aber auch in die ärmlichen Stuben der Arbeiter und Lakaien, in die Quartiere der Soldaten, in die vollen Gasthäuser … .“ (Kölner Stadt-Anzeiger).

Die beiden in Ostfriesland beheimateten Musikern Ute Schildt (Laute) und Hajo Wienroth (Traversflöte) spielen Musik, die tatsächlich in Friedrichs berühmtem Konzertzimmer erklang. Präsentiert werden Stücke von Friedrich dem Großen, seinem Hofmusiker Johann Joachim Quantz und Johann Sebastian Bach.

Eintrittskarten zum Preis von 10,00 Euro sind bei der Buchhandlung Plenter in Leer, der Gemeinde Bunde, dem Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich (Tel.: 04941 1799-67) und unter www.reservix.de erhältlich.

Internationaler Joseph Joachim Violinwettbewerb


Fumiaki Miura, Foto: Dan Hannen
In genau zwei Wochen hat die Ostfriesische Landschaft ihr erstes “Zu Gast in Niedersachsen-Konzert” bei sich im Landschaftsforum zu Gast. Je mehr wir uns mit dieser Veranstaltung beschäftigen, umso gespannter werden wir.

Noch steht ja gar nicht fest, wen es an diesem Mittwochabend zu 20:00 Uhr nach Aurich verschlägt! Denn wer wo spielt, wird selbst den Musikern erst am Vorabend des Konzertes verraten. Garantiert ist das hohe Niveau der Teilnehmenden am Joseph Joachim Violinwettbewerb, laut Stiftung Niedersachsen „Talente von Weltrang“!

Begleitet werden die Violinisten jeweils von einem offiziellen Klavierpartner des Wettbewerbs oder einem anderen anerkannten Pianisten.

Im aktuellen Rondo-Magazin (Ausgabe 4|12, Seite 17) las ich just, dass der Bewerber-Ansturm für diesen Wettbewerb noch nie so groß war wie in diesem Jahr. So gab es eine Steigerung um 40 % im Vergleich zu 2009; was knapp 200 Geigerinnen und Geigern entsprach. Die Bewerber haben sich viel vorgenommen. Allein die ersten Pflichtstücke sind schon sehr anspruchsvoll: So gilt es die Solo-Manifeste von Bach und Ysaÿe sowie eine Romanze Joseph Joachims, dem Namensgeber des Wettbewerbs, zu bestreiten. Parallel zum „Zu Gast in Niedersachsen-Konzert“ im Landschaftsforum in Aurich finden zeitgleich Konzerte in Braunschweig, Cuxhaven, Friesoythe, Göttingen, Neuenkirchen, Osnabrück und Uelzen statt.

Das Gala-Preisträgerkonzert wird am Samstag, dem 13. Oktober im Großen Sendesaal des NDR in Hannover gekürt, wo der oder die Glückliche gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Hannu Lintu spielen darf. Übrigens werden alle Wettbewerbsdurchgänge sowohl in der Musikhochschule als auch im Sendesaal des NDR in Hannover als Live-Stream im Internet übertragen, sodass man auch von Ferne dranbleiben kann.

Fumiaki Miura, der auf den Fotos abgebildet ist, ist erster Preisträger und Gewinner des Kritiker- und Publikumspreises des Internationalen Joseph Joachim Violin-Wettbewerbes Hannover 2009.

Ein bisschen schade



Gerade haben wir mit Ulrich Drechsler telefoniert. Der wunderbare Wiener Klarinettist hatte ursprünglich eine Tournee mit seinem Trio durch Norddeutschland geplant. Leider sind von den vier angedachten Terminen nur zwei zustande gekommen, sodass sich der Aufwand für ihn nicht lohnt. Die Flugkosten sind schon sehr hoch, und zusetzen möchte man ja auch nicht, wenn man Konzerte plant. Wir haben Verständnis dafür. Und vielleicht ist in diesem Fall ja auch mal „aufgehoben nur aufgeschoben“!? Denn Lust hätten wir schon auf dieses nette Trio mit der interessanten Besetzung Klarinette, Klavier und Schlagzeug gehabt! Dirk Lübben hatte in der letzten Woche ein spannendes YouTube-Video aufgetan und uns vorgespielt, das sich sehr gut anhörte.
Damit ist das "Zu Gast in Niedersachsen-Konzert" des Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerbs am 10. Oktober schon unser letztes im Landschaftsforum in diesem Jahr.

Mittwoch, 19. September 2012

Durchatmen, weitermachen

Am letzten Dienstag (11. September) gingen für uns offiziell die Gezeitenkonzerte 2012 mit der abschließenden Pressekonferenz zu Ende. Für einige von uns bedeutet das erst einmal Urlaub. Wiebke, Lothar und sogar Uwe haben sich für eine Weile abgemeldet. Wir drei Verbliebenen (Dirk Lübben, Gert Ufkes und Wibke Heß) sortieren und überlegen, was noch im Hinblick auf den ersten Durchgang gemacht werden muss, bzw. kreisen die Ideen schon für die nächste Auflage und warten auf Input aus Hamburg.

v. l.: Dirk Lübben, Prof. Matthias Kirschnereit, Helmut Collmann, Dr. Rolf Bärenfänger


Sagen lässt sich, dass wir insgesamt 21 fantastische Veranstaltungen kreuz und quer durch die Region Ostfriesland mit unglaublich faszinierenden Künstlern hatten, die sich alle bei uns sehr wohl gefühlt haben und vor allem vom Publikum total begeistert waren. Auch unser künstlerischer Leiter Matthias Kirschnereit hat Land und Leute in der kurzen Zeit seines Wirkens für die Gezeitenkonzerte lieb gewonnen und freut sich darauf, gemeinsam mit uns für nächstes Jahr wieder ein tolles Programm auf die Beine zu stellen, mit Gipfelstürmern, aber auch den bereits arrivierten Künstlern. Sharon Kam möchte nächstes Jahr ihren Urlaub hier verbringen, und Lars Vogt hat sein Kommen fest zugesagt. Wer mag, hält sich über den Gezeitenblog en detail auf dem Laufenden, aber auch hier im Landschaftsforum-Blog gibt es zwischendurch die neuesten Informationen.

Fumiaki Miura, Foto: Dan Hannen

Hier im Landschaftsforum steht als nächste Veranstaltung am 10. Oktober 2012 um 20:00 Uhr das "Zu Gast in Niedersachsen-Konzert" des Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerbs an. Das ist keine kleine Sache, sondern schon ein richtig dickes Ding. Dieser Wettbewerb wird seit 1991 alle drei Jahre von der Stiftung Niedersachsen ausgerichtet. Er ist mit 140.000 €, die in Form von Preisgeldern an zwölf herausragende Teilnehmer gehen, der höchstdotierte Violinwettbewerb weltweit! Preisträger waren u. a. Andrej Bielow, der zwei unserer Gezeitenkonzerte mitbestritten hat, und Baiba Skride. Die Ostfriesische Landschaft freut sich, erstmalig ein "Zu Gast in Niedersachsen-Konzert" bei sich im Landschaftsforum zu Gast zu haben und ist sehr gespannt, wen es an diesem Mittwochabend nach Aurich verschlägt! Es wird kein reines Violinkonzert, sondern eins mit Klavierbegleitung.
Der erste Preisträger wird am Samstag, dem 13. Oktober im Großen Sendesaal des NDR in Hannover gekürt. Wir werden den ganzen Wettbewerb verfolgen und natürlich auch den Gewinner bekannt geben.

Montag, 10. September 2012

Im November

Am 09.11. hat das Ulrich Drechsler Trio einen Auftritt im Landschaftsforum!
Karten sind unter Reservix Kartenbestellung (mit Zusatzgebühr) oder unter 04941 179976 erhältlich! Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Ulrich Drechsler – Bassklarinette
Benny Omerzell - Klavier
Wolfgang Rainer – Schlagzeug/Percussion
 
"Musik hat die Macht, all das auszudrücken, was Worte nicht zu sagen vermögen. Sie kann das ganze Wesen, das Herz, die Seele und den Geist eines Menschen widerspiegeln. Umso ehrlicher sollte sie sein."  (Ulrich Drechsler)


© Wolf-Dieter Grabner
 
 













Ulrich Drechsler, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, wollte ursprünglich klassische Klarinette studieren bevor er sich dann doch für das Saxophon entschied. Er studierte in Österreich, wo er seitdem auch lebt.

In den vergangenen Jahren hat er sich als einer der vielseitigsten und unberechenbarsten Musiker in Europa etabliert. So stürmte er u.a. mit dem Nu Jazz Trio „Café Drechsler“, das 2005 mit dem österreichischen Amadeus Music Award ausgezeichnet wurde, die internationalen Jazz- und Club-Charts.

Das Nachfolgeprojekt „Drechsler“ (CD „The Big Easy“, 2009) ist nicht minder erfolgreich. Mit dem norwegischen Ausnahmepianisten Tord Gustavsen spielte er berührende Balladen (CD „Humans & Places, 2006), führte mit seinem „Daily Mysteries Trio“ feinstoffliche Zwiegespräche (CD „Daily Mysteries, 2007), interpretierte Werke von Thelonious Monk und Franz Schubert auf völlig neue Art und Weise.

2010 erschien beim renommierten deutschen Label Enja mit „Concinnity“ das Debütalbum seines hochgelobten Cello Quartets. Darüber hinaus arbeitet Ulrich Drechsler erfolgreich als Filmmusikkomponist.




Montag, 27. August 2012

Zu Gast in Niedersachen - Violin Wettbewerb

Die Gezeitenkonzerte 2012 laufen noch ein paar Tage, aber die Veranstaltungen im Forum werden sich bald wieder häufen und so wird das Team des Forums wieder schöne "Heimspiele" vorbereiten können.

Zum Beispiel können wir uns auf ein Konzert in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen freuen:

Am 10.10.2012 werden die Künstler des Wettbewerbes der Joseph Joachim International Violin Competition Hannover zu Gast sein: http://www.jjv-hannover.de/wettbewerb.html

Im Vorverkauf sind Eintrittskarten unter Reservix.de oder telefonisch bei mir oder meinem Kollegen Uwe Pape unter 04941 179976 erhältlich!


Fumiaki Miura, der Erste Preisträger des Wettbewerbs von 2009

Donnerstag, 31. Mai 2012

Der Countdown läuft...

Am 05. Juni beginnt der Vorverkauf für die Gezeitenkonzerte, aber schon heute steht das Telefon nicht still. Wir freuen uns über die große und gute Resonanz, müssen aber auch noch eine Menge abarbeiten, damit der Vorverkauf nicht nur hier bei uns in der Ostfriesischen Landschaft, sondern auch über das Vorverkaufsprogramm www.rerservix.de, sowie über die deutschlandweiten Vorverkaufsstellen möglich ist.

Während also Gert Ufkes die letzten Adressen für den Versand des Programmes ausbessert, Wibke Heß und Dirk Lübben die Künstlerverträge ausarbeiten und verschicken und Uwe Pape die ersten Aufstellungen für die anstehenden Fahrten für Künstler und Team plant, schreibe ich schnell in diesen blog, um danach die einzelnen Daten für den Vorverkauf auszufeilen und die letzten fehlenden Saalpläne einzurichten.
 

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit rauchendem Kopf und freue mich auf Ihren Anruf ab dem kommenden Dienstag!

The English Concert


Informationen zu den Konzerten erhalten Sie unter: www.ostfriesischelandschaft.de

Dienstag, 8. Mai 2012

300 Jahre Steinhaus Bunderhee


Am 28.04.2012 hat der Anbau des Steinhauses in Bunderhee sein 300 jähriges Bestehen gefeiert. Die Mitarbeiter der Ostfriesischen Landschaft waren dabei und haben mit etwa 500 Gästen einen tollen, wenn auch etwas regnerischen Tag verbracht.

Frau Dr. Hennig während einer von insgesamt sechs Führungen

Für die nächsten Regenschauer...

Ein tolles Ensemble für Barockmusik

Herr Dr. Bärenfänger erklärt die Geschichte des Steinhauses

Der Anbau an seinem Geburtstag

Als Highlight wurde eine Pferdeshow vom Polderhof in Bunderhee präsentiert

Prächtige Friesen und tolle Reiter haben eine barocke Show geboten



Die Landfrauen Bunde haben sich richtig ins Zeug gelegt und nicht nur Krintstuut, sondern auch frische Kartoffelpuffer angeboten. Das war fein für Groß und Klein!



Mehr zum Steinhaus und den Veranstaltungen, die wir betreuen, finden Sie unter: http://www.ostfriesischelandschaft.de/352.html